Kleinkind stillt und blickt zur Mama

Einschlafstillen abgewöhnen – 3 Schritte zum nächtlichen Abstillen

Das Trinken an der Brust ist für viele Mamas der rascheste und einfachste Weg, ihr Kind in den Schlaf zu begleiten. Wenn sie aber das Einschlafstillen abgewöhnen möchten, stehen viele Mütter aber vor einer großen Herausforderung. Im Blogartikel fasse ich für dich die wichtigsten 3 Schritte, mit denen es auch bei dir klappt nachts abzustillen, ohne dabei die Bedürfnisse deines Babys zu übergehen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um das Einschlafstillen abzugewöhnen?

Dafür gibt es keine pauschale Antwort. Es gibt kein definiertes Alter, mit dem dein Baby oder Kind nicht mehr zum Einschlafen stillen sollte. Egal ob du diesen Schritt mit 3 Monate oder 3 Jahren gehen möchtest: Der Zeitpunkt für das nächtliche Abstillen ist dann richtig, wenn du als Mama überzeugt davon bist dass es nun an der Zeit ist diesen Schritt zu gehen.

Bedenke dabei bitte: Das nächtliche Abstillen ist kein Garant dafür, dass dein Kind dann besser schläft. Gerade bei Babys im ersten Lebensjahr ist es sogar häufig so, dass die Nächte dadurch anstrengender werden: Weil du dir den einfachsten Weg wegnimmst, dein Baby zurück in den Schlaf zu „schubsen“. Je älter dein Kind ist, umso wahrscheinlicher ist es dass es nach dem nächtlichen Abstillen besser schläft oder sogar durchschläft.

Einschlafstillen abgewöhnen in 3 Schritten: 1. Triff eine klare Entscheidung

Der Erfolg davon, das Einschlafstillen abzugewöhnen steht und fällt mit deiner eigenen Klarheit und Sicherheit. Du musst dir in deiner Entscheidung ganz sicher sein, damit du dein Kind gut durch diesen Veränderungsprozess begleiten kannst.

Damit meine ich nicht, dass du jeglichen Protest des Kindes, bis hin zu stundenlangem Schreien bis zum Erbrechen, über Wochen durchhalten sollst. Es geht viel mehr darum, dass dein Kind dich und deine Sicherheit als Fels in der Brandung braucht. Unsere Kinder haben unglaublich feine Antennen dafür, wie es uns geht. Wenn es in dieser Veränderung merkt, dass du dir unsicher bist, kommt es selbst wohl auch zum Schluss, dass hier gerade etwas schief läuft.

Wenn es hingegen spürt, dass du dir sicher bist, wird es ziemlich sicher auch protestieren – zur eigenen Wut oder Trauer kommt aber nicht noch zusätzlich deine eigene Unsicherheit dazu. Damit du dein Kind in dieser herausfordernden Situation co-regulieren kannst, ist es unverzichtbar dass du selbst ruhig bist. Und das klappt nur, wenn du dir sicher bist dass das Abgewöhnen des Einschlafstillens für euch der richtige Schritt ist.

Einschlafstillen abgewöhnen in 3 Schritten: 2. Kommuniziere deine Entscheidung klar & für dein Kind verständlich

Für alle beteiligten Personen ist es wichtig, dass klar ist in welchen Situationen du zukünftig noch Stillen möchtest, und in welchen nicht mehr.

Der richtige Weg um das Einschlafstillen abgewöhnen zu können, ist immer individuell. Unabhängig davon welche Stillsituationen du verändern möchtest, ist aber eines wichtig: Dein Kind muss klar wissen, in welchen Situationen es stillen darf, und in welchen nicht.

Während es tagsüber mit etwas Ablenkung oft gut funktioniert, die Brust einfach nicht anzubieten, ist das wenig hilfreich wenn das Kind eigentlich schlafen soll. Der Versuch, das nächtliche Stillen auszuschleichen und einfach die Brust nicht anzubieten führt oft zum genauen Gegenteil: Das Kind ist verunsichert, weil es nicht mehr weiß wann es denn nun stillen darf und wann nicht. Die Reaktion: Es holt sich Sicherheit – und fordert vermehrt die Brust.

Im Online-Kurs „Schlafen ohne Stillen – der bedürfnisorientierte Weg“ stelle ich verschiedene Strategien vor wie du das nächtliche Abstillen umsetzen kannst. Alle diese Wege haben eines gemeinsam: Sie sind für dein Kind völlig klar und logisch nachvollziehbar.

Einschlafstillen abgewöhnen in 3 Schritten: 3. Begleite die Gefühle deines Kindes

Auch mit der besten Vorbereitung wird dein Kind wahrscheinlich gegen diese Veränderung protestieren. Das ist auch okay so! Es ist gut und wertvoll, wenn unsere Kinder uns mitteilen, wenn sie etwas nicht so toll – oder sogar ziemlich blöd finden. Weil wir als Eltern nicht die besten Freunde unserer Kinder, sondern viel lebenserfahrenere Erwachsene sind, dürfen wir solche unpopulären Entscheidungen trotzdem treffen.

Wichtig ist, dass wir die Gefühle unseres Kindes ernst nehmen und nicht abwerten. Wir dürfen Verständnis zeigen, und trotzdem bei unserer Entscheidung bleiben.

Nächtliches Abstillen: Praxistipps

  • Nächtliches Abstillen nicht mit anderen großen Veränderungen kombinieren (z.B. dem Auszug aus dem Familienbett, der Geburt des Geschwisterchens oder der Eingewöhnung in der KiTa).
  • Tagsüber ganz besonders viel Nähe schenken. Tipp: Bindungsspiele!
  • Schlafenszeit vorübergehend nach hinten verschieben: Müdigkeit hilft, auch ohne Stillen in den Schlaf zu finden.
  • Trage stillunfreundliche Kleidung, die es verhindert dass dein Kind sich selbst bedient.
  • Achte gut auf deine Brust. Bei Druck und Spannungsgefühlen helfen Kühlen und Ausstreichen unter der warmen Dusche.

Schlafen ohne Stillen: So haben andere Mamas es geschafft:

Einige Mamas, die ich in ihrem Abstillprozess begleiten durfte haben mir erlaubt, ihre Geschichte mit euch zu teilen. Trag dich in das Formular ein, und ich schicke dir meine Sammlung von Fallbeispielen zum nächtlichen Abstillen!

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